OpenStreetMap an der Ardèche

Die OpenStreetMap-Abdeckung der beiden Départements Ardèche und Gard, auf deren Fläche sich die meisten von uns besuchten Höhlen befinden, stagniert seit Jahren. Es wurden analog zu Bulgarien hauptsächlich Daten des CORINE Land Cover Projekts automatisiert hinzugefügt. Die Landnutzung, z.B. in der Landwirtschaft, wird eher grob und großflächig erfasst. So wird aus der gesamten landwirtschaftliche Nutzfläche rund um Barjac ein Weinbaugebiet. Tatsächlich liegt eine Mischnutzung mit Weideland und Ackerbau vor.

osm_barjac

Andererseits ist so zwar die Landnutzung abgedeckt, jedoch fehlt einige Infrastruktur. Straßen, insbesondere innerorts, sind nur rudimentär erfasst und häufig nicht klassifiziert, sodass ein darauf aufbauendes Routing nicht funktionieren wird. Zur richtigen Klassifizierung des für Südfrankreich typischen Strauchlands (frz.: garrique) bzw. Machie (frz.: maquis) gibt es leider keine eindeutige Empfehlung im OpenStreetMap Wiki. Ich tagge es zumeist als landuse=scrub, da es sich weder um offenes Grasland noch um einen Forst oder gar Primärwald handelt.

Durch zahlreiche Touren in letzten Jahren konnte ich den Datenbestand rund um Vallon-Pont-d’Arc, Barjac und Méjannes-le-Clap stetig ergänzen. Dies beschränkt sich jedoch auf ein paar interessante Orte, per GPS aufgezeichnete Wanderwege und einzelne Siedlungen, für die ausreichend aufgelöste Luftbilder vorliegen.

Höhlen an der Ardèche

Auch dieses Jahr hat es uns zum ersehnten Frühlingsbeginn an die Ardèche im Süden Frankreichs (Region Rhône-Alpes) verschlagen. Der Dresdener Unisport-Kurs „Einseiltechnik zur Höhlenbefahrung“ war wieder personalstark vertreten, mit einer bunten Mischung aus alten Hasen und neuen Kursteilnehmern.

Die Highlights dieser Tour waren sicherlich die Höhle / [franz.] der Schacht „Aven Rochas“, bei der alle ihre Kamera vergessen hatten, sodass nahezu keine Fotodokumente existieren. Trotzdem nicht zu vergessen: Eine spektakuläre Traverse oberhalb eines schön vesinterten Schachts. Leider reichte das Seilmaterial nicht mehr groß darüber hinaus auszubauen.

Die Befahrung des Schachts „Aven Grégoire“ fortgesetzt durch die „Grotte des Fées“  wurde durch den anhaltenden Regen jäh am ersten Siphon von oben gestoppt. Der entspannte Teil, durch große Räume zu streifen, schwimmen und abzuseilen, wurde schlagartig zu einem mühsamen 100 m-Aufstieg im Neopren. Beim nächsten Anlauf wird sicherlich der Wasserstand der Cèze genauer beobachtet, um einen Entäuschung auf halber Strecke zu vermeiden.

Einen aktuellen Stand zu OpenStreetMap im Ardèche-Gebiet bleibe ich erst einmal schuldig. Es gibt aber gewaltige Fortschritte. Wir konnten die vorberechneten OpenStreetMap-Karten für ein Garmin-Handheld als zuverlässige Quelle zur Tourenplanung nutzen.

OpenStreetMap im Rila-Gebirge

Trotz des ausgeprägten Wandertourismus im Rila-Gebirge ist die Abdeckung in OpenStreetMap eher überschaubar. Für die Tourenplanung und während der Tour haben wir ebenfalls die OpenStreetMap-Daten auf einem Garmin-Gerät genutzt. Die Abdeckung mit Wanderwegen, eingetragen als einfache Pfade und Feld-/Waldweg, war schon sehr gut. Es fehlte jedoch komplett die Auszeichnung als Wanderwege und die Zuordnung zum lokalen bzw. internationalen Wanderwegenetz. Offensichtlich wurden die Daten anhand einer anderen Datenbasis automatisch nach OpenStreetMap übertragen: Die Punktdichte war extrem hoch, andererseits entsprach der Wegverlauf an einigen Stellen weder den Luftbildaufnahmen noch den von uns aufgezeichneten GPS Daten. Soweit von uns erwandert, sind nun die Wanderwege der vorhandenen Markierung zugeordnet. Den internationalen Fernwanderweg E4 konnte ich zumindest für die Passage über den Gebirgsrücken ergänzen.

osm_iskarvalley

Als weiterer Nachteil in der Darstellung des Rila-Gebirges in OpenStreetmap stellt sich heraus, dass der komplette Gebirgszug mit nur einem Multipolygon als äußere Umrandung erfasst wurde. Die gesamte Fläche wurde als Waldgebiet (landuse=forest) getaggt. Dadurch werden alle innen liegenden Fläche, ob Ortschaften oder landwirtschaftliche Nutzfläche, ebenfalls als einheitliche Waldfläche gerendert. Ich habe für die von uns erwanderte Iskar-Tal angefangen die innen liegenden Fläche auszuschneiden und deren korrekte Landnutzung zu ergänzen.

Wintertour im Rila-Gebirge (Bulgarien)

Die diesjährige Wintertour hat uns ins Rila-Gebirge in Bulgarien geführt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Sofia haben wir uns wieder mit Schneeschuhen im teils waldigen, teils alpinen Gebirge durch den Schnee gewühlt.

Das Eindruckvollste war sicherlich der Aufstieg zum 2925 m hohen Musala, auf einem trotz oder wegen der schlechten Sicht und entsprechender Schneedecke anspruchsvollen Grat. Falls die Kamera nicht verschneit ist, liefert das Basic Environmental Observatory ein Livebild und Wetterdaten vom Gipfel.

Das Gebirge ist aufgrund der besonderen Lage in Bulgarien sehr dicht mit Berghütten erschlossen. Die beste Übersicht und Ansprechpartner sind auf der Seite Guide for the Bulgarian mountains von Krassimir Novakov zu finden.

Ich werde in den nächsten Wochen noch einmal ein Überlick zum Stand von OpenStreetMap im Rila-Gebirge geben. Der momentane Datenstand hat uns schon gute Dienste in Zusammenarbeit mit einem GPS Handheld von Garmin geleistet.

OpenStreetMap rund um Taucha

Im Blog von Pascal Neis finden sich so einige Werkzeuge rund um OpenStreetMap und seine Unterstützer. Die meisten sind mit Hilfe von OpenLayers umgesetzt und bieten einen einfachen grafischen Zugang. Der eigene Beitrag zur Karte oder der anderer Nutzer lässt sich als Heatmap darstellen.

osmheatmap_taucha

In den letzten Wochen habe ich mich vor allem mit Taucha (bei Leipzig) und den umliegenden Orten beschäftigt. Der Stand war bis dahin wenig befriedigend, insbesondere in Bezug auf die Flächennutzung.

WordPress Blog

Ich habe mich entschieden, meine Webseite als WordPress Blog zu gestalten. Die Joomla-Installation wurde von mir etwas vernachlässigt und zudem veraltet. Ich werde mich bemühen an dieser Stelle zukünftig ein paar mehr aktuelle Informationen und Bilder einzustellen.

Von den alten Beiträgen habe ich nur zwei umgezogen und auch den Dokumente-Abschnitt weit zusammengeschrumpft. Die alten Dokumente mit Bezug auch die TU Dresden sind nicht mehr verfügbar.

Verfahren zur Herstellung von Bohnenkaffee und Kaffeesurrogaten

TU DresdenMeine Interdisziplinäre Projektarbeit gibt es nun in einer Variante mit reduzierter Dateigröße unter Kaffee (637 kB) herunterzuladen.

Ich hoffe, auch nicht-Lebensmitteltechnikern einen kleinen Einblick in der Herstellung der Deutschen liebsten Getränk bieten zu können. Im Hauptabschnitt gibt es noch einen Auszug der Inhalte.